In rund 30 % der Fälle liegt eine schwer startende Citroën DS an einem elektrischen Problem (schwache Batterie, oxidierte Masseverbindungen oder ein müder Anlasser), gefolgt von klassischen Zündungsstörungen (28 %, verstellte Unterbrecherkontakte, schwacher Kondensator oder ein feuchter Verteiler) und Problemen bei Vergaser oder Einspritzung (27 %, verstellter Weber-Vergaser bei den vergaserbetriebenen DS19, DS20 und DS21, oder Bosch-D-Jetronic-Einspritzung bei DS21 IE und DS23 IE). Die restlichen 15 % sind häufig Fehlalarme durch den Druckaufbau des LHM-Hydrauliksystems, dessen Anlauf den Eindruck erwecken kann, der Motor sei nicht gestartet, obwohl er einwandfrei läuft. Zwanzig Jahre Bauzeit und mehrere Motorgenerationen machen es nötig, zunächst genau zu bestimmen, um welche DS-Version es sich handelt, bevor die Diagnose beginnt.
Die häufigsten Ursachen für Startschwierigkeiten bei der Citroën DS
Von 1955 bis 1975 gebaut, erhielt die DS Vierzylinder-Reihenmotoren aus Grauguss mit wachsendem Hubraum: 1911 cm³ zu Beginn, später 1985 cm³ bei DS19 und DS20, 2175 cm³ bei der DS21 und 2347 cm³ bei der DS23. Die vergaserbetriebenen Versionen nutzen einen Weber-Doppelvergaser, während die ab 1970 eingeführte DS21 IE und die DS23 IE eine elektronische Bosch-D-Jetronic-Einspritzung erhielten, eine Neuheit für ein Serienfahrzeug dieser Generation. Unabhängig von der Version gibt es drei Bereiche, die bei Startschwierigkeiten vorrangig zu prüfen sind: die Elektrik, die klassische Unterbrecherzündung und die Kraftstoffversorgung.
| Ursache der Störung | Häufigkeit | Teilekosten |
|---|---|---|
| Elektrik (Batterie, Masseverbindungen, Anlasser) | ~30 % | 50 € bis 280 € |
| Klassische Zündung (Unterbrecher, Kondensator, Verteiler) | ~28 % | 15 € bis 90 € |
| Vergaser (Weber) oder Einspritzung (D-Jetronic) | ~27 % | 20 € bis 250 € |
| Fehlalarm: Druckaufbau des LHM-Kreises | ~15 % | 0 € bis 60 € |
Einen vollständigen Überblick über die mechanischen Besonderheiten dieses Modells finden Sie in unserem vollständigen Leitfaden zur Citroën DS Restaurierung.
Systematische Diagnose in 15 Minuten
1. Die Elektrik: Batterie, Masseverbindungen und Anlasser, bei allen Versionen
Die vor 1961 gebauten DS fahren mit 6 Volt, die späteren mit 12 Volt: Prüfen Sie diese Angabe immer, bevor Sie ein Ladegerät oder eine Starthilfebatterie anschließen, sonst drohen Schäden am Kabelbaum. Bei 6 Volt zeigt eine Batterie, die den Motor nur träge durchdreht, im Ruhezustand weniger als 6,1 Volt; bei 12 Volt liegt die kritische Schwelle bei etwa 12,2 Volt. Kontrollieren Sie die Masseverbindungen zwischen Motor, Bodenrahmen und Batterie: Oxidation ist hier häufig, zumal der LHM-Hydraulikkreis im Motorraum zusätzlich Feuchtigkeit anzieht. Klickt der Anlasser nur, ohne den Motor zu drehen, deutet das auf einen verklemmten Anlasserfreilauf (Bendix) oder einen verschlissenen Schaltkontakt hin.
2. Vergaserversionen (DS19, DS20, DS21): Unterbrecherzündung und Weber-Vergaser
Die klassische Zündung der DS beruht auf einem Verteiler mit Unterbrecherkontakten (Sollabstand 0,4 mm) und einem Kondensator, der im schwachen Zustand Zündaussetzer verursacht, die sich kaum von einem Vergaserproblem unterscheiden lassen. Ein falsch eingestellter Zündzeitpunkt, je nach Version bei etwa 10 Grad vor dem oberen Totpunkt und am besten mit einer Stroboskoplampe zu prüfen, führt zu einem mühsamen Start mit Rückschlägen. Beim Weber-Doppelvergaser dieser Versionen wird der Choke manuell per Zugknopf bedient, nicht automatisch: zu viel Choke ersäuft die Kerzen, zu wenig Choke bei Kälte verhindert eine ausreichende Anfettung. Prüfen Sie zudem den Schwimmerstand und den Zustand des Nadelventils, wenn der Motor anspringt und sofort wieder abstirbt.
3. Einspritzversionen (DS21 IE, DS23 IE): Bosch D-Jetronic und Steckverbinder
Bei den mit der elektronischen Bosch-D-Jetronic-Einspritzung ausgestatteten DS deuten Startschwierigkeiten meist auf oxidierte Steckverbinder am Steuergerät, ein defektes Relais der elektrischen Kraftstoffpumpe oder einen verschmutzten Saugrohrdrucksensor hin. Das analoge Steuergerät der ersten Generation reagiert empfindlich auf Feuchtigkeit: nach einer Winterpause oder längerem Abstellen im Freien lohnt sich eine Sichtkontrolle der Steckverbinder unter dem Armaturenbrett, bevor weiter zerlegt wird. Achten Sie beim Einschalten der Zündung auf das leise Summen der elektrischen Pumpe hinten am Fahrzeug: bleibt es aus, ist meist ein Relais oder eine Sicherung defekt.
4. DS-Besonderheit: Motorstörung und hydraulischer Druckaufbau nicht verwechseln
Das LHM-System, das Federung, Lenkung, Bremsen und die Kupplung des halbautomatischen Getriebes mit einem Betriebsdruck von etwa 140 bis 160 bar versorgt, braucht nach dem Start einige Sekunden, um Druck aufzubauen. Während dieser kurzen Zeit bleibt die Karosserie tief, und die hydraulische Kupplung überträgt noch kein Drehmoment: viele Besitzer glauben dann, der Motor sei nicht angesprungen, obwohl er normal läuft. Der richtige Reflex ist, zuerst die Öldruckkontrollleuchte (die sofort erlöschen muss) und die Motordrehzahl am Drehzahlmesser zu prüfen, bevor man von einer Panne ausgeht.
Sie brauchen ein vollständiges Diagnoseprotokoll mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen?
Entdecken Sie unsere praktischen Leitfäden auf
Art de la Rénovation,
um Ihre DS gelassen instand zu halten.
Kaltstart gegen Warmstart: zwei unterschiedliche Probleme
Ein Motor, der kalt gut, warm aber schlecht anspringt, deutet oft auf ein Nadelventil hin, das die Schwimmerkammer überlaufen lässt, oder bei den Einspritzversionen auf einen Motortemperatursensor, der eine falsche Information an das Steuergerät sendet. Umgekehrt weist eine DS, die kalt launisch, warm aber einwandfrei startet, auf eine schwache Batterie, einen falsch dosierten manuellen Choke oder leicht verstellte Unterbrecherkontakte hin.
Ein auf DS klassischer Fall ist die Dampfblasenbildung bei großer Hitze: die mechanische, nahe am Motorblock montierte Kraftstoffpumpe kann den Kraftstoff in ihrer Kammer verdampfen lassen, nachdem das Fahrzeug längere Zeit in der prallen Sonne stand. Der Motor stirbt dann wenige Minuten nach dem Abstellen ab und springt nach dem Abkühlen des Kreises normal wieder an, ein Phänomen, das nicht mit einem Pumpendefekt verwechselt werden sollte.
Vorbeugende Wartung: diese Handgriffe vermeiden die Panne
- Batteriespannung (6,1 Volt oder 12,2 Volt im Ruhezustand, je nach Version) und den Zustand der Anschlüsse vor jeder Nutzungssaison prüfen.
- Den Abstand der Unterbrecherkontakte alle 5 000 km kontrollieren, oder eine elektronische Zündung nachrüsten, um diese wiederkehrende Wartung zu entfallen.
- Den Weber-Vergaser reinigen und das Nadelventil der Schwimmerkammer erneuern, wenn das Fahrzeug länger als sechs Monate stillstand.
- Nach jeder längeren Winterpause die Steckverbinder des Einspritz-Steuergeräts bei den D-Jetronic-Versionen prüfen lassen.
- Den LHM-Stand vor jedem Start kontrollieren: ein niedriger Stand beeinträchtigt sowohl die Federung als auch den Anlauf des hydraulischen Getriebes.
- Den Motor mindestens einmal im Monat laufen lassen, wenn das Fahrzeug eingelagert ist, um Batterie und hydraulischen Druck zu erhalten.
Bereit, Ihre Citroën DS fachgerecht zu pflegen oder zu restaurieren?
Entdecken Sie unsere ausführlichen Ressourcen und Protokolle auf
Art de la Rénovation.
Häufig gestellte Fragen
Meine Citroën DS dreht am Anlasser durch, springt aber nicht an, was tun?
Dreht der Anlasser den Motor ordentlich durch, ohne dass dieser anspringt, liegt die Ursache fast immer an einem fehlenden Zündfunken (Unterbrecherkontakte, Kondensator, feuchter Verteiler) oder an fehlendem Kraftstoff (falsch dosierter Choke, defekte Pumpe, verstopfte Düsen). Bei einer Einspritzversion prüfen Sie zuerst, ob die elektrische Pumpe beim Einschalten der Zündung anläuft, bevor Sie weitersuchen.
Wie erkenne ich, ob meine DS vergaserbetrieben oder eine Einspritzversion ist?
Die DS19, die DS20 und die meisten DS21 sind vergaserbetrieben, erkennbar am manuellen Choke-Zugknopf unter dem Armaturenbrett. Die ab 1970 gebauten DS21 IE und die DS23 IE besitzen eine elektronische Bosch-D-Jetronic-Einspritzung, erkennbar am fehlenden Choke und am analogen Steuergerät unter dem Armaturenbrett. Im Zweifel gibt die Fahrzeugpapiere oder das Motortypenschild Klarheit.
Meine DS startet, scheint aber nicht sofort zu reagieren, ist das normal?
In den meisten Fällen ja. Das LHM-Hydrauliksystem braucht nach dem Start einige Sekunden, um Druck aufzubauen, die Karosserie anzuheben und die hydraulische Kupplung funktionsfähig zu machen. Solange die Öldruckkontrollleuchte erlischt und der Motor rund läuft, handelt es sich nicht um eine Panne, sondern um den normalen Betrieb des Systems.
Läuft meine DS mit 6 oder mit 12 Volt?
Die vor 1961 gebauten DS laufen mit 6 Volt, die späteren mit 12 Volt. Diese Angabe ist vor jedem Anschluss einer Starthilfebatterie oder eines Ladegeräts wichtig, denn eine falsche Spannung kann den Kabelbaum und die Instrumente ernsthaft beschädigen.
Wie lange kann eine Citroën DS ohne Risiko stehen bleiben, ohne gestartet zu werden?
Nach drei bis vier Wochen ohne Start entlädt sich die Batterie allmählich, und der Druck im LHM-Kreis fällt vollständig ab, was unbedenklich ist. Ein Stillstand von mehreren Monaten begünstigt dagegen die Oxidation der elektrischen Steckverbinder und Ablagerungen im Kraftstoffkreis. Ein monatlicher Start von mindestens fünfzehn Minuten bei warmem Motor verringert diese Probleme unabhängig von der Motorisierung.